Demon Slayer The Hinokami Chronicles im Test

Demon Slayer The Hinokami Chronicles

Die Animeserie Demon Slayer erfreut sich an der größten Beliebtheit unter Fans. Mittlerweile läuft auch eine zweite Staffel auf Streaminganbietern. Den Erfolg der Serie nahmen sich die Entwickler von Cyberconnect 2 zu Herzen und entwickelten ein Arena Fighter, der die Geschichte der ersten Staffel und des Films bzw. den Beginn der zweiten Staffel Mugen Train nacherzählt. Da wir es mit den Naruto Ultimate Ninja Storm Entwicklern zutun haben und auch das Footage sehr an die Storm Games erinnert, verspricht auch dieser Titel wieder packende Kämpfe voller Effekte.
Ob das Demon Slayer: The Hinokami Chronicles auch wirklich in die Fußstapfen des großen Vorbilds treten kann, prüfen wir im Test.

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Die Geschichte eines Jungen und seiner Schwester

Wie bereits erwähnt lehnt sich die Geschichte 1:1 an die Geschehnisse aus der Serie an. Dabei geht es um den jungen Tanjiro dessen Schwester in einen Teufel verwandelt wurde. Teufel sind bösartige Kreaturen in menschlicher Gestalt, die nur in der Nacht leben und Menschen verspeisen. Tanjiros Schwester Nezuko ereilte dieses Schicksal, allerdings labt sie sich aus unbekannten Gründen nicht am menschlichen Fleisch. Sie hat ihren Verstand behalten und kämpft so an Tanjiros Seite gegen andere boshafte Dämonen.

Das Hauptziel ist es ein Heilmittel für Nezuko zu finden und sie in einen Menschen zurückzuverwandeln. Nebenbei möchte Protagonist Tanjiro auch noch Rache an dem Verursacher für die Verwandlung seiner Schwester nehmen. Auf diesem Weg treffen sie auf mächtige Feinde und treue Verbündete.

Für Kenner der Anime- & Mangavorlage ist dies natürlich etwas ernüchternd, da man so die Story bereits in und auswendig kennt. Allerdings schafft es Cyberconnect immer und immer wieder die Geschichte so cineastisch in Videospielform zu erzählen, dass diese fast 1:1 mit dem Anime mithalten kann. Vor allem Neulinge, die die Serie noch nicht kennen, werden so prima abgeholt und ins Demon Slayer Universum gezogen.

Spielerisch solltet ihr vom Storymodus aber nicht allzu viel erwarten. In voneinander getrennten Kapiteln wählt ihr den aktuellen Storyknoten aus und findet euch in einem kleinen Areal wieder, das ihr durchlauft, gegen kleinere Teufel kämpft, Leute befragt oder Items sammelt. Gerade für Fans der Serie ist es aber besonders interessant zu sehen, wie viel Mühe sich die Macher gegeben haben, um die kleinsten Details ins Spiel einzubringen. Im Kapitel mit Yushiro müsst ihr beispielsweise immer wieder seine Illusionen erkennen, um nicht vom Weg abzukommen. An anderen Stellen übernehmt ihr kurzzeitig Zenitsu und werdet durch seine Angstanfälle ein wenig in eurer Fortbewegung limitiert. Spielerisch zwar nichts Spannendes, aber dennoch schön zu sehen, dass man sich auch Gedanken gemacht hat, wie man einzelne Details und Momente aus der Serie ins Spiel implementieren kann.

Beeindrucken können besonders die Bosskämpfe. Diese sind etwas anders gestaltet als die normalen Kämpfe und verlangen von euch etwas mehr Geschicklichkeit, da die Angriffe der Bosse teilweise das ganze Feld bedecken können und sich die Teufel auch gerne mal außerhalb der Arena bewegen, um euch zu verwirren oder großflächige Angriffe zu starten. Am Ende des Kampfes wechselt das Spiel auf eine Videosequenz mit Quicktime Elementen. Diese kommen von der Inszenierung zwar nicht ganz an die Storm Games ran und sind deutlich kürzer, wissen aber trotzdem zu begeistern.

Komboreiche Kämpfe mit Effektfeuerwerk – Storm lässt grüßen?

Auch an den Kämpfen merkt man sofort, welcher Entwickler an dem Spiel gewerkelt hat. Genau wie in den Naruto Storm Games finden wir uns in einer Arena wieder und bekämpfen den Gegner mit allerlei Kombos, Spezialangriffe und Teamattacken.

Die Kombination aus Sounds, Partikeleffekten, fließenden Animationen und guter Kameraarbeit machen die Fights in Demon Slayer: The Hinokami Chronicles aber meilenweit besser als in anderen Genrevertreter. Wie in einem Arena Fighter von Cyberconnect üblich, kettet ihr normale Kombos mit Spezialfähigkeiten aneinander, verfügt über diverse Dodge und Abwehrmanöver, könnt in einen Awakening Zustand übergehen, der euch nochmal stärker macht, die Partikeleffekte um ein Vielfaches erhöht und sogar eine zusätzliche Kombo Animation hinzufügt und zum Schluss nutzt ihr eine eindrucksvolle Ultimative Fähigkeit wie Tanjiros Wasserdrachen, mit der ihr eurem Gegenüber den Gnadenstoß versetzt.

Anmerkung: Die hier verwendeten GIFs repräsentieren nicht die finale Auflösung und FPS. Aufgrund der Dateigröße wurden hier Abstriche in der Qualität der GIFs vernommen.

Ihr könnt eine Kombo so lange aufrechterhalten wie ihr Manapunkte besitzt, da ihr zwischendurch immer zwischen normalen und Spezialattacken wechselt, um die meisten Treffer zu landen und so den höchstmöglichen Schaden auszuteilen.

Alles, was man sich für ein 3D Fighter Game wünscht, ist auch hier wieder vertreten. Die Präsentation zeigt sich hier wieder von bester Anime Qualität. Leider zwingt euch das Spiel aber immer mindestens einen Support Charakter auf – zumindest für die normalen Charaktere (später dazu mehr). Einzelkämpfe sind somit nicht immer möglich, jedoch habt ihr jederzeit während des Matches die Möglichkeit, den spielbaren Charakter nahtlos mit dem gewählten Support Charakter auszutauschen.

Charakterauswahl anfangs mager, jetzt in Ordnung mit zusätzlichen Features

Die Auswahl an spielbaren Charakteren wurde zum Launch immer wieder kritisiert, da man mit Nezuko lediglich einen einzigen Teufel spielen konnte und sonst nur Schwertkämpfer wählbar waren, einige davon sogar doppelt.

Das haben sich die Macher zu Herzen genommen und nochmal einiges an spielbaren Charakteren nachgeliefert. In bisher 3 Post Launch Updates wurden diverse Dämonen wie Akaza, Enmu, Yahaba, Susumaru und mehr mit aufgenommen, die das Roster nun auch mit anderen Fähigkeiten als reinem Schwertkampf aufwerten. Schön zu sehen ist außerdem, dass die neuen Dämonen über komplett neue Features verfügen. Yahaba kann zum Beispiel dank seiner Fähigkeit den Gegner durch die Luft fliegen lassen und ihn so verwirren, teilt dafür aber nicht mit jedem Treffer Schaden aus.
Da Teufel außerdem Einzelgänger sind, verfügen sie über keine Teamkameraden. Stattdessen können sie weitere mächtige Spezialfähigkeiten über die Schultertasten aktivieren, die noch mehr Kombo-Varianten ermöglichen.

Spieler erhalten diese Updates automatisch und gratis zum Hauptspiel mit dazu. Es fallen keinerlei Extrakosten an – DLC Charaktere gibt es nicht, gute Arbeit Cyberconnect!
Übrigens: Mittlerweile gibt es für Xbox Series X und PlayStation 5 Konsolen auch den 60 FPS Patch, dank dessem nun noch flüssigere Kämpfe möglich sind.

Modiauswahl überschaubar, aber ausreichend

An Modi gibt es ebenfalls genügend für Genrefans. Ihr könnt zwischen einem normalen Versus Modus, einem Trainings Modus und einem Übungsmodus mit jeder Menge Einstellungsmöglichkeiten wählen. Online-Matches sind natürlich auch verfügbar. Für Letzteres könnt ihr, ähnlich wie in den Storm Games, euer Profil mit Bildern aus dem Anime verzieren und dieses mit Bannern schmücken, um einen besonders bedrohlichen Eindruck zu hinterlassen. Lokale Matches auf der Couch mit einem zweiten Controller sind ebenfalls am Start.

Fazit

Demon Slayer Kimetsu no Yaiba The Hinokami Chronicles macht zwar nichts neu, dafür aber im Bereich der 3D-Arena-Fighter Games vieles richtig. Dank mittlerweile einem akzeptablen Roster an Schwertkämpfer und Dämonencharakteren, die sogar über spezielle Fähigkeiten verfügen, sowie einer ordentlich effektreichen Präsentation kommt so schnell garantiert keine Langeweile auf. Das Spiel fällt zwar hier und da im Vergleich zum großen Vorbild der Storm Games etwas kleiner aus, steht denen in den Kämpfen aber in nichts nach. Im Gegenteil hier haben wir sogar gleich mehrere Sonderfähigkeiten pro Charakter und können so noch mehr Kombomöglichkeiten erschaffen. Der Storymodus lehnt sich stark an die Anime/Manga Vorlage an und möchte mit mehreren kleineren Arealen für etwas Varianz sorgen. Leider bietet dieser spielerisch aber nicht genug, um auf Dauer motivieren zu können. Nichtsdestotrotz ist die Inszenierung wieder 1A. Wichtige Storymomente werden durch hochwertige Cutscenes hervorgehoben und nicht einfach als Visual Novel erzählt. Kern des Spiels liegt aber in den Kämpfen, an die viele andere Animegames nicht rankommen.

Fans der Serie sowie Neulinge, die an Anime Arena Fightern interessiert sind, können hier bedenkenlos zugreifen und werden mit Blick auf die eindrucksvollen und effektreichen Kämpfe gut unterhalten.

Wir vergeben daher 8/10 möglichen Spiele-wellen. 🌊 

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Alex

Hallo zusammen, ich bin Alex, Chefredakteur und Leiter von Playwave. Auf dieser neuen Seite möchten wir dich täglich mit den neusten News aus dem Gaming Segment versorgen. 🙂