Ratchet & Clank: Rift Apart im Test – Dimensionsspektakel auf PS5

Ratchet & Clank: Rift Apart

Letzten Monat kam mit Ratchet & Clank: Rift Apart ein wahrhafter NextGen Titel als Exklusivspiel für die PlayStation 5 auf den Markt. Damit hat es sich aber noch nicht getan: Das Spiel ist auch ein Nachfolger des verrückten Duos, das schon auf älteren Generationen der PlayStation 2, PlayStation 3 und PlayStation 4 den ein oder anderen Auftritt hatte. Entwickler Insomniac Games möchte sich die Hardware der PS5 zu Nutze machen und den ein oder anderen Gameplayaspekt einbringen, der in der Form auf älteren Konsolen gar nicht möglich gewesen wäre. Gleichzeitig soll die Story auch Spieler abholen, die mit den Vorgängern bisher keinen Kontakt hatten. Ob das gelungen ist, schauen wir uns gemeinsam nun aber mal genauer im Test an. 

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Gameplay, das es so noch nie gab 

Lassen wir direkt zu Beginn mal die Katze aus dem Sack und sprechen den Elefanten im Raum an. Das Gameplay von Ratchet & Clank: Rift Apart ist einsame Spitze und hat es in der Form in noch keinem Spiel bislang gegeben.  

Dank der PS5 Hardware mit ultraschneller SSD, gibt es nahezu keine Ladezeiten. Das ermöglicht direkte Sprünge in komplett andere Welten, was im neuen Ableger des PlayStation Duos deutlich wird. In einigen spektakulär inszenierten Skriptsequenzen öffnen sich Portale, welche euch in einer Sekunde zu komplett anderen Welten befördern, die in der Zeit komplett geladen wurden. Das Gefühl durch ein Portal zu gleiten und hinter dem Portal einen ganz anderen Levelabschnitt zu sehen, den ihr nahtlos betreten könnt, ist einfach unbeschreiblich gut. Was früher nur mit Ladescreens möglich war, ist nun Geschichte und diesen Fakt macht das neue Ratchet & Clank: Rift Apart dank seiner Dimensions-Thematik perfekt klar.  

Anmerkung: Die hier verwendeten GIFs repräsentieren nicht die finale Auflösung und FPS. Aufgrund der Dateigröße wurden hier Abstriche in der Qualität der GIFs vernommen.

Dimensionsspektakel vom Feinsten 

Das soll aber nicht heißen, dass ihr nur durch Portale zu anderen Orten geschickt werdet. Ratchet & Clank typisch besucht ihr mit eurem Raumschiff wieder mehrere Planeten, die alle neue Überraschungen und Story Twists bereithalten.  

Diese unterscheiden sich nicht nur vom Setting teilweise enorm, sondern bringen auch unterschiedliche Gameplay-Elemente mit sich. Auf Blizar Prime zum Beispiel findet ihr euch in einer komplett verwüsteten Mine wieder. Dank Dimensionssteinen könnt ihr per Knopfdruck allerdings die Dimension wechseln und befindet euch plötzlich in einer bunteren Welt voller Leben.  

Der Planet Savali hingegen bietet euch mehr Fläche und führt ein Gadget ein, mit dem ihr einen Antrieb unter euren Füßen anwerfen und so mit Hochgeschwindigkeiten durch die Welt düsen könnt. 

Neben den frei erkundbaren Planeten gibt es aber auch ein paar Sonderwelten, die ihr im Laufe der Story besucht. Dabei handelt es sich um ein paar linearere Sequenzen, die euch das “Dimensionsfeature” nochmal deutlich um die Ohren werfen und euch von einem Ort zum anderen katapultieren.  

Die Dimensionsthematik passt perfekt in ein Spiel wie Ratchet & Clank: Rift Apart und ist der perfekte Faktor, um die Power der PlayStation 5 zu demonstrieren. Die Planeten sind alle abwechslungsreich gestaltet und verfügen über eigene Mechaniken, die das Spiel noch spannender machen. Aber auch die Kämpfe zeigen, was der DualSense Controller alles mit eurer Wahrnehmung und dem Gameplay anstellen kann. 

Welche Waffe darf es heute sein, Ratchet? 

Es gibt unzählige einzigartige Waffen im Spiel, die ihr mit der Zeit bei Mrs. Zurkon kaufen könnt. Alle Waffen machen sich die Features des DualSense Controllers zu Eigen und bieten euch teilweise unterschiedliche Feuermodi an, die ihr mit halbem oder ganzem Durchdrücken der Schusstaste (R2) nutzt. Achtet außerdem mal darauf, wie sich die R2-Taste anfühlt, wenn ihr mit einem schweren LMG feuert. Aufgrund der hohen Feuerrate eines LMGs könnt ihr erfühlen wie die Trigger an euren Fingern vibrieren, was sich außergewöhnlich anfühlt und den Spielspaß sowie die Immersion nochmal auf ein neues Level hebt.  

Die Waffen im Spiel verfügen über besondere Fähigkeiten. Natürlich gibt es einfache Blaster oder Shotguns, aber auch sonderbare Flinten wie ein Sprinkler, der eure Gegner in Blumen und Ranken einwickelt oder ein aufladbarer Laser, den ihr mit vollem Durchdrücken der R2 Taste entfesselt. Wer die Waffe häufiger nutzt, schaltet zudem ab einem bestimmten Level eine noch stärkere Version frei. So kann der einfache Blaster hinterher zum Beispiel Dreier-Salven feuern oder das LMG lässt eure Gegner beim Tod explodieren. Da dies das Spielerlebnis nochmal steigert, bleibt auch stets die Experimentierfreude erhalten, auch wirklich alle Waffen extensiv zu nutzen.  

Etwas umständlich ist nur das Wechseln der Waffen. Ihr könnt jeweils nur zwei Waffen mit euch tragen und während des Kampfgeschehens per Knopfdruck wechseln. Wollt ihr dann auf eine andere Waffe wechseln, müsst ihr diese in einem Menü auswählen. Das Spielgeschehen pausiert kurz und ihr könnt in Ruhe die Waffe wechseln. Das kann dazu führen, dass Spieler für einen Moment aus dem Spielfluss gerissen werden können. Wer möchte hat aber die Möglichkeit seine Lieblingswaffen auf eine der Richtungstasten zu setzen, um so mehrere Waffen gleichzeitig mitzuführen und schneller zu wechseln.  

Neben dem chaotischen Geballer, wurde aber auch am Movement der Lombaxe geschraubt. Ihr habt jetzt die Möglichkeit durch die Welt zu dashen oder Wallruns durchzuführen, was es vorher so noch nicht einem einem Ratchet & Clank Spiel gegeben hat. Das macht das Kampfgeschehen natürlich nochmal dynamischer.  

Ein weiterer Lombax?! 

Die Story des Spiels ist nun kein emotionales Epos wie ein The Last of Us, kann sich aber trotzdem sehen lassen. Gerade für Fans der Reihe wurden einige nette Details implementiert. Grundsätzlich startet das Spiel mit einer Parade, die unsere Helden feiern soll. Diese wird aber schnell vom Hauptantagonisten der Serie unterbrochen, der sich den Dimensionator schnappt, welcher eigentlich von Clank and Ratchet übergeben wurde, damit dieser seine verlorenen Artgenossen wiederfinden kann.  

Von da aus geht das Chaos erst richtig los. Die Portale schicken euch in eine andere Dimension, in der ein anderer Nefarious als Imperator über die Stadt herrscht und das Gegenstück zum eigentlichen Dr. Nefarious bildet. Unglücklicherweise geht bei diesen Sprüngen auch noch euer treuer Begleiter Clank verloren, der allerdings recht früh von einem weiblichen Lombax namens Rivet gefunden wird.  

Von hier aus schickt euch das Spiel durch unzählige Planeten mit dem Hauptziel den Dimensionator wiederzubeschaffen. Spannend dabei ist allerdings die Umsetzung von Rivet. Sie ist quasi das Gegenstück zu Ratchet, die allerdings über ihre eigene Geschichte verfügt und ihren eigenen Zielen nachgeht. Auch kommt ihre Charakterentwicklung im Spiel nicht zu kurz und auch die Art wie sie geschrieben wurde, ist durchaus durchdacht umgesetzt worden. Selbst als langjähriger Fan der Reihe schließt man den neuen Lombax schnell ins Herz, was unter anderem auch daran liegt, dass man sie in diversen Abschnitten selbst steuert.  

Gameplaytechnisch unterscheidet sie sich nicht großartig von Ratchet. Ihr teilt euch eure Ausstattung. Lediglich die Nahkampfwaffe ist ein wenig anders, was aber auch keine große Änderung ins Gameplay bringt.  

Nebenquests sind da, aber nicht im Fokus 

Bei eurem Besuch auf den einzelnen Planeten trefft ihr auf diverse andere Charaktere, die auch ein paar Nebentätigkeiten für euch bereithalten. Durch das Absolvieren erhaltet ihr ein paar neue Gadgets wie einen stärkeren Nahkampfangriff oder ein süßer Drache zum Fliegen in Rivets Heimatwelt, manchmal aber auch nur ein Kleidungsstück.  

Allzu tiefe Geschichten solltet ihr nicht erwarten. Die Nebenquests bringen euch aber schon ein paar Extradetails zur Lore des Planeten oder Charakters. Da diese auch nicht zu groß ausfallen und lange dauern und auch in der Anzahl überschaubar bleiben, sind die Nebenaktivitäten aber ein gern gesehenes Extra zur eigentlichen gut inszenierten Hauptquest.  

Sind das etwa Cheats?! 

Wer die Planeten gut durchsucht und den Nebenquests nachgeht, wird manchmal auch auf goldene Bolts treffen. Pro Planeten könnt ihr 2-3 von diesen Sammelgegenständen finden. Ab einer bestimmten Anzahl von gesammelten Bolts gewährt euch das Spiel in den Einstellungen ein paar Extras. Ihr könnt so zum Beispiel das Aussehen eurer Nahkampfwaffe ändern oder wer fleißig Bolts sammelt, darf hinterher sogar Cheats wie unendlich Munition oder Lebensenergie nutzen.  

Viel spannender sind aber die ganzen Anzüge, die man im Laufe des Spiels findet. 

Customization wie man es aus Spider-Man kennt 

Wie es auch schon in den Spider-Man Spielen möglich war, kann man auch in Ratchet & Clank sein Outfit anpassen. Als Belohnung mancher Nebenquests gibt es Rüstungsteile, die nicht nur das Auftreten der Protagonisten verändern, sondern auch Bonuseffekte wie mehr Bolts aus Kisten gewähren.  

Diese Anzüge lassen sich darüber hinaus noch mit unterschiedlichen Farben bearbeiten. Ausschau danach solltet ihr in den Pocket-Dimensionen halten, die ihr überall auf den Planeten findet. 

Das sind kleinere Miniportale, die euch in ein kurzes Jump&Run Level entführen. Am Ende der Challenge wartet meist immer eines dieser Rüstungsteile auf euch.  

Was zum Knobeln gefällig?

Ratchet & Clank Liebhaber müssen auch keine Angst haben, auf Rätsel mit dem puztigen Begleiter Clank verzichten zu müssen. Neben der ganzen Baller-Action gibt es auch etwas, das eure grauen Zellen anregen soll. Um Dimensionsanomalien zu korrigieren muss der Ratchets Freund Abbilder seiner Selbst verhelfen zum Ausgang des interdimensionalen Raums zu gelangen. Mithilfe von verschiedenen Kugeln, die die Schwerkraft oder die Geschwindigkeit beeinflussen können, müsst ihr den Weg so freilegen, damit die Lemmige den richtigen Pfad laufen.
Diese Passagen spielen sich zwar deutlich weniger actionreich, beschäftigen euch aber auf Dauer mit wirklich gut durchdachten Rätsel, die im Laufe der Story auch an Schwierigkeit zulegen.

Hin und wieder schlüpft ihr auch in die Roboterdame Glitch, die Schaltkreise vom Virenbefall mithilfe von ordentlich Feuerkraft befreien muss. Das ist zwar nicht so anspruchsvoll wie die Clank Rätsel, aber dennoch eine gern gesehene Abwechslung.

Fazit 

Ratchet & Clank: Rift Apart ist kein allzu langes Spiel und bleibt von seinem Umfang auch überschaubar. Dafür erwartet euch aber ein Spektakel, das vor allem in seinem Gameplay der PlayStation 5 Hardware gerecht wird. Gerade die Dimensionssprünge, die euch in einer Sekunde in komplett andere Level katapultieren, sind ein noch nie dagewesenes Gameplay Feature, das sich unbeschreiblich gut anfühlt. Gleiches gilt für die schiere Anzahl an einzigartigen Waffen, die euch im Spiel erwarten. Dank DualSense Controller werden die Waffen durch den Einsatz der Trigger noch lebendiger. Ihr könnt manche Waffen durch die Trigger sogar auf eine andere Art und Weise einsetzen, was die Immersion und den Spielspaß auf ein neues Level setzt. Aber nicht nur die Trigger, sondern auch das haptische Feedback begleitet euch durch das gesamte Spiel und lässt euch das fühlen, was Ratchet oder Rivet gerade spüren. Ebenfalls dürfen Spieler sich auf einige spannende Planeten freuen, die alle mit neuen Überraschungen und Gameplay Elementen auf euch warten. Lediglich die Story ist kein emotionales Meisterwerk. Dafür wird sie von einer wunderbaren neuen Lombax-Dame namens Rivet getragen und bringt einige bekannte Gesichter wieder mit, auf die Fans sich freuen dürfen. 

Alle, die Lust auf ein paar chaotische Feuergefechte mit intensiver Controller Mechanik haben oder einfach nur in das Dimensionsspektakel eintauchen möchten, das dank PS5 Hardware ermöglicht wird, sollten sich dieses Schmuckstück einmal näher ansehen. Auch Neulinge müssen keine Sorge haben, da die Story einfach und überschaubar bleibt.  

Wir vergeben daher 9,5/10 möglichen Spiele-wellen. 🌊 

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